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Trends

Was wir aus dem Homeoffice gelernt haben und im Büro anwenden können

Nach einer langen Zeit im Homeoffice nehmen wir einiges an Erfahrungen und Learnings mit, welche wir für den Alltag im Büro anwenden können.

 

Viel mehr Flexibilität

Es mag Vorteile geben, es mag Nachteile geben, für die einen funktioniert die Arbeit im eigenen Zuhause besser als für die anderen, doch in einer Sache sind sich sicher alle einig: das Homeoffice bietet Freiräume. Freiheit in der zeitlichen Gestaltung des Tages und Freiheit bei der Wahl des Arbeitsplatzes (Balkon oder Wohnzimmer…). 

Zeitliche Flexibilität

Sicher, Kundentermine und Meetings mit den Kolleg:innen galt es stets einzuhalten und während der Geschäftszeiten sollte man ebenfalls erreichbar sein, dennoch bietet das Homeoffice die Möglichkeit, Privatleben und Job gut zu verbinden. Mal eben die Kinder von der Schule holen und eine halbe Stunde Arbeitszeit hinten dran hängen? Kein Problem! Morgens früher anfangen, damit man pünktlich zum Abendessen mit Freunden mit seinen Aufgaben durch ist? Aber sicher! Auch eine Runde Joggen lässt sich einfach in die Mittagspause einbauen. Diese zeitliche Flexibilität wünschen sich viele Arbeitnehmer:innen auch für den Büroalltag. Flexiblere Arbeitszeitmodelle, insbesondere für Mitarbeiter:innen mit wenig Kundenkontakt bieten sich hier an. In starre zeitliche Beschränkungen kehren die wenigsten gerne nach der Zeit im Homeoffice zurück. Bleiben die Resultate gleich, spricht nichts gegen mehr Gestaltungsspielraum der Belegschaft, schließlich arbeitet jede:r anders. 

 

Räumliche Flexibilität

Auch die Wahl des Arbeitsplatzes war den Mitarbeitenden im Homeoffice selbst überlassen. Ob im eigenen Büro, am Küchentisch, im Wohnzimmer oder im Garten...Durch das Wechseln der Arbeitsumgebung innerhalb des Tages kann die Kreativität zusätzlich gefördert werden und Ideen angeregt. Zudem seien wir mal ehrlich: wer genießt nicht gerne die wenigen Sonnenstrahlen dieses Sommers auf dem Balkon? Viele Unternehmen senden ihre Mitarbeiter:innen mittlerweile zeitweise bewusst zu Coworking-Spaces um durch einen Ortswechsel deren Produktivität zu fördern. Eine abwechslungsreiche Umgebung sollte jedoch auch innerhalb einer Arbeitswelt geboten werden. So bieten insbesondere Open Space Flächen verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Funktionen. Ruhezonen laden zum konzentrierten Arbeiten ein, während Kreativräume die Ideenfindung fördern sollen und Workcafés den Austausch mit Kolleg:innen sicherstellen. Der eigene Schreibtisch als alleiniger Arbeitsplatz kann da schnell langweilig werden.

Wichtig: gelernte Selbstorganisation beibehalten! Planen und organisieren ist das A und O, wenn die Grenze zwischen Beruf und Privatem so leicht verschwimmt wie im Homeoffice. Eine gute Selbstdisziplin und Organisation kann aber auch im Büro nur Vorteile haben (Stichwort: weniger Ablenkung, fokussiertes Arbeiten, etc.) – behalten Sie dies unbedingt bei :) 

In der Ruhe liegt die Kraft

Nicht für alle bedeutete das Homeoffice ungestörtes Arbeiten, für manche änderte sich lediglich die Geräuschkulisse: tobende Kinder oder streitende Nachbarn können ebenfalls für Ablenkung sorgen. Für einige Glückliche ging das Homeoffice jedoch mit einer angenehmen Ruhe einher. Dieses ungestörte Arbeiten sorgte gleichermaßen für mehr Konzentration und Produktivität. Viele möchten diese Ruhe nun nicht mehr missen, stattdessen graut es ihnen in manchen Fällen schon vor der Rückkehr ins Großraumbüro. Viele Büros sind in ihrem derzeitigen Zustand überholt. Hier herrscht Nachholbedarf, um auch weiterhin langfristig die Gesundheit und das Wohlbefinden sowie die Leistungsfähigkeit der Belegschaft zu erhalten. Dazu zählt unter anderem die Möglichkeit auf ruhiges und konzentriertes Arbeiten. Rückzugsorte wie beispielsweise Raum-in-Raum-Systeme sorgen dafür, dass Mitarbeiter:innen sich für produktive Einzelarbeit oder wichtige Telefonate zurückziehen können, ohne dabei gestört zu werden. Damit auch weiterhin Motivation besteht, im Büro vor Ort zu arbeiten, müssen die Vorzüge der Heimarbeit auch in das Office vor Ort geholt werden.

 

Konzentration mal anders

Haben wir gerade noch von Ruhe gesprochen, so konzentrieren sich manche Arbeitnehmer:innen besser bei Musik. Im Hintergrund kann diese in vielen Fällen dazu beitragen, dass Aufgaben fokussierter und produktiver erledigt werden. Manche hören während der Arbeit auch gerne Podcasts – dies empfiehlt sich im Büro jedoch nur per Kopfhörer (ob das erlaubt ist, ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich). Generell könnte eine leise Musik im Hintergrund jedoch zumindest in manchen, insbesondere kreativen Arbeitszonen eingeführt werden. Sprechen Sie dies doch mal beim nächsten Teammeeting an. Mehr zu den Vorteilen von Musik am Arbeitsplatz erfahren Sie zudem in diesem Beitrag

 

Raus an die frische Luft

Mal eben in der Mittagspause frische Luft schnappen, war im Homeoffice keine große Sache. Ebenso  ein Spaziergang mit dem Hund oder ein kurzes Workout im Grünen. Behalten Sie diese Momente des Innehaltens unbedingt bei! Frische Luft und Natur tut sowohl dem Körper als auch der Seele gut. Beide müssen zwischendurch Kraft tanken, um mit neuer Energie weiterarbeiten zu können. Nehmen Sie Ihre Pausen also weiterhin ernst. Verlegen Sie das Essen mit Kolleg:innen auf die Büro-Terrasse und führen Sie einen Spaziergang um den Block in Ihrer Mittagspause ein. Sie werden mit neuer Motivation in die zweite Hälfte des Arbeitstages starten.

 

Lösungen finden, hybride werden?

Ein großer Benefit der Heimarbeit ist ohnegleichen der Wegfall des Pendelns. Für einige Mitarbeiter:innen bedeutete dies mehrere Stunden im Auto und Stau. Mag eine Wegstrecke zum Arbeitsplatz auch nur 15 Minuten betragen, so hat man am Tag doch die eine halbe Stunde “mehr Zeit”, um endlich Yoga in den Alltag zu integrieren oder die Familie anzurufen. Sicher würden die meisten auch in Zukunft gerne auf das Pendeln verzichten, umso wichtiger ist es, der Belegschaft eine Arbeitswelt zu bieten, für welche es sich lohnt, den Weg in Kauf zu nehmen. Etwa durch inspirierende Meetingräume, Rückzugsbereiche für fokussiertes und besonders produktives Arbeiten oder Begegnungszonen, wo wir mit Kolleg:innen endlich wieder nicht nur virtuell kommunizieren können. So soll das Büro weiterhin als Treffpunkt und Entstehungsort kreativer Ideen gelten.

Pendeln angenehmer gestalten

– Viele Unternehmen erstatten Ihren Mitarbeiter:innen die Fahrtkosten, wie wäre es weiterhin mit einer Jahreskarte für die Bahn? Insbesondere für Arbeitnehmer:innen mit einer guten Zuganbindung eignet sich diese Art der Fortbewegung. Die Fahrzeit kann zudem sinnvoll genutzt werden, um beispielsweise Mails abzuarbeiten. 

– Staus sind mit guter Unterhaltung definitiv leichter zu ertragen. Eine Möglichkeit die Zeit sinnvoll und angenehm zu nutzen, sind interessante Podcasts oder spannende Hörbücher. Arbeitnehmer:innen könnte beispielsweise ein Spotify oder Bookbeat-Abonnement als Benefit gestellt werden. Das macht sich auch bei potenziellen Bewerber:innen als kleiner Bonus gut :)

Nicht nur wegen des Pendelns, das Homeoffice bietet für viele einige Vorteile (mehr Zeit mit der Familie, gute Work-life-Balance, etc.). Dennoch möchte die Mehrheit der Arbeitnehmer:innen nicht auf das herkömmliche Büro verzichten. Ein Zusammenspiel aus Büro und Homeoffice scheint jedoch in Zukunft denkbar. Viele Unternehmen müssen daher eine eine gute Verbindung zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort und den Arbeitnehmer:innen im Homeoffice sicherstellen. Einerseits durch moderne technische Voraussetzungen, andererseits durch eine gelungene interne Kommunikation. 

 

Neue Anforderungen an die Führung

Arbeitet die Belegschaft nicht vor Ort, sondern in den eigenen vier Wänden, fällt es deutlich schwerer, deren Produktivität einzusehen. Hier musste die Führungsetage auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiter:innen zählen. Gute Ergebnisse machen eine Kontrolle obsolet. Zeitliche Fristen geben jedoch einen hilfreichen Rahmen für Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen vor. Auch im Büro gilt Vertrauen statt Kontrolle. Jede:r hat einen anderen Stil zu arbeiten und was letztlich zählt sind Ergebnisse. Das heißt jedoch nicht, dass alle im Meeting machen können was sie möchten – Umgangsformen und bestimmte Regeln müssen aufgestellt und eingehalten werden. Doch Vertrauen funktioniert nicht nur einseitig. Auch die Belegschaft muss der Chefetage vertrauen können: oberstes Gebot ist hier Transparenz! 

Neben der Übernahme guter Gewohnheiten aus dem Homeoffice und der Überarbeitung der Arbeitsumgebung, werden auch die Forderungen an einen zeitgemäßen Führungsstil gestellt. 

 

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