Raumakustik verbessern - die wichtigsten Faktoren bei der Optimierung

Wie gut Ihre Arbeitsräume 'funktionieren' und wie wohl sich Ihre Mitarbeiter an den Arbeitsplätzen fühlen, wird in hohem Maße durch die Akustik von Büros oder Arbeitsräumen beeinflusst. Um optimale Bedingungen zu schaffen, ist ein ganzheitliches Konzept erforderlich. Aber auch mit vergleichsweise kleinen Veränderungen lassen sich Geräusche dämpfen und eine Verbesserung der Raumakustik erzielen.

BOSblick

Warum sollten Sie die Raumakustik Ihrer Arbeitsräume verbessern?

In Büros, in denen mehrere Mitarbeiter ihre Arbeitsaufgaben erledigen, ist der Geräuschpegel höher, als es den meisten bewusst ist. Die Liste der Geräuschverursacher ist lang: Telefonate, Druckergeräusche, selbst das Kratzen der Computermaus, das Klappern von Kaffeetassen und viele andere Geräusche treiben den Lärmpegel in die Höhe. Das nervt und behindert die Arbeit. Oft entsteht ein Teufelskreis: Damit Ihr Kollege Sie in dieser Geräuschkulisse versteht, müssen Sie lauter sprechen, der Kollege am Nachbartisch muss sehr laut ins Telefon sprechen und so weiter.

43 % der Beschäftigten werden regelmäßig durch Lärm gestört!

Quelle: IBA- / bso-Studie 2015

Diese unerwünschten Effekte verstärken sich, wenn der Raum akustisch nicht optimal ausgestattet ist. Anhaltender Lärm verursacht Stress und wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Das gilt heute als gesicherte Erkenntnis. Wollen Sie die Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter erhalten und steigern, müssen Sie der Raumakustik die erforderliche Beachtung schenken. Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, mit denen Sie die Akustik und gleichzeitig die Atmosphäre Ihrer Räume positiv beeinflussen können.

Laut der Arbeitsstättenverordnung ist der Schalldruckpegel im Büro, bzw. bei der Arbeit, so gering wie möglich zu halten. Hier wird unterschieden zwischen Tätigkeiten, die starke Konzentration benötigen, bei denen höchstens 55 dB(A) vorherrschen dürfen und 77 dB(A) bei Tätigkeiten, die nur eine bestimmte Zeit andauern oder bei wiederkehrende Aufgaben. Das gilt in der Theorie, in der Praxis ist es selbstverständlich schwierig, Tätigkeiten genau so einzustufen und die Lautstärke einzuhalten, zumal bereits das gesprochene Wort bei 50–60 dB(A) liegt.

Durch räumliche Trennung verschiedener Arbeits- und Aufenthaltsbereiche innerhalb des Unternehmens lässt sich die Belastung durch Geräusche senken. Drucker und Pausenecke mit Kaffeemaschine sollten in separaten Räumen untergebracht werden. Kommunikationszonen und Ruhe- beziehungsweise Konzentrationszonen dürfen nicht unmittelbar aneinandergrenzen.

Technische Ausstattung überprüfen

Dass Drucker rattern und Tastaturen klappern, muss heute nicht mehr sein. Moderne Bürotechnik arbeitet in der Regel nicht nur effektiver, sondern auch leiser. Ob ein bestimmtes Gerät mit dem begehrten "Blauen Engel" ausgezeichnet wird, ist unter anderem davon abhängig, wie viel Lärm es verursacht. Um den Lärm beim Arbeiten abzuschirmen helfen Noise Cancelling Kopfhörer. Diese sind so eingestellt, dass sie die Außengeräusche ausblenden und durch ein leises, kaum wahrnehmbares Geräusch im Kopfhörer davon ablenken. Viele Menschen können bei Musik im Hintergrund konzentrierter Arbeiten.

Kleine Maßnahmen mit erstaunlicher Wirkung

Oft sind es kleine Dinge, die den Lärmpegel unnötig in die Höhe treiben. Sprechen Sie im Kollegenkreis offen über dieses Thema und stellen Sie klare Regeln für die Kommunikation im Büro auf! Nimmt jeder beim Telefonieren oder beim Gespräch mit Kollegen etwas mehr Rücksicht auf die anderen und verlässt den Open Space Arbeitsplatz, um einen Rückzugsort aufzusuchen, profitieren letztendlich alle und die Lärmbelastung wird reduziert. Jeder hat das Recht, seine Kollegen freundlich darauf hinzuweisen, wenn er sich gerade gestört fühlt. Besonders 'laute' Kollegen werden so platziert, dass die anderen in Ruhe arbeiten können. Es ist nicht ratsam, sich mit berechtigter Kritik zurückzuhalten. Das ist kontraproduktiv und führt früher oder später zu allgemeiner Unzufriedenheit.

Optimierung der Raumakustik - eine Aufgabe für erfahrene Spezialisten

All diese kleinen und organisatorischen Maßnahmen helfen nur wenig, wenn Ihr Raum akustisch schlecht konditioniert ist. Sei es durch die Raumgeometrie, schallharte Oberflächen, Schallbrücken zwischen Räumen oder sogar schlechte Fenster und Türen. Aus langjähriger Erfahrung wissen unsere Fachleute, dass es bei Problemen mit der Raumakustik 'die' Lösung nicht gibt. Um das Optimierungspotenzial in Ihren Räumen zu analysieren, ist ein Termin bei Ihnen vor Ort unerlässlich!

Bei einem Ortstermin besprechen wir die Herausforderungen an den Raum und mögliche Maßnahmen. Ein BOS Mitarbeiter besichtigt die vorhandenen Räume, informiert sich über den jeweiligen Verwendungszweck, untersucht die Geometrie der Räume und die Arbeitsplatzstrukturen. Im Anschluss kann er einschätzen, ob eine raumakustische Messung notwendig ist. Sollte diese durchgeführt werden, ermöglicht die Auswertung der Messergebnisse, Störquellen zu identifizieren und schalldämpfende Maßnahmen detailliert zu planen. Wo müssen Schallabsorber positioniert werden? An welcher Stelle sollte ein Deckensegel angebracht werden? An welchen Stellen sind Abtrennungen zwischen Arbeitsplätzen erforderlich? Wo wird der Drucker untergebracht und wo ist der beste Platz für die Pausenecke? Diese und andere Fragen werden gemeinsam mit Ihnen umfassend erörtert, um eine optimale Lösung zu finden, die allen Mitarbeitern und vor allem auch Ihrem Unternehmen dient. Es erweist sich als sinnvoll, die betroffenen Mitarbeiter in die Analyse und Planung frühzeitig einzubeziehen. Nur so können unsere Fachleute die Arbeitsabläufe kennenlernen und erfahren aus erster Hand, welche Faktoren und Geräuschquellen als störend empfunden werden.

Raumakustik kann an unterschiedlichen Stellen beeinflusst werden

Die größte freie Fläche eines Objekts ist in der Regel die Decke, daher bieten sich oftmals Maßnahmen an der Decke an. Mit einer Schallabsorbierenden Decke lassen sich hier die größten akustischen Optimierungen erzielen. Aber Vorsicht, mehr ist hier oft nicht besser, je nach Raum und dessen Anforderung sinkt mit dem weiteren Einbringen von Absorptionsmasse der Grundgeräuschpegel. Dies wirkt sich zum einen negativ auf die Behaglichkeit aus („Tonstudio-Effekt“), zum anderen steigt die sogenannte Sprachverständlichkeit. Dies ist vor allem in offenen Flächen problematisch, da das gesprochene Wort der Mitarbeiter dann über weite Distanzen verstehbar wird.
Das gesprochene (und verstandene) Wort zwischen Kollegen oder auch am Telefon, ist für dritte arbeitende Personen im Büro sogar ein größerer Störfaktor als die Lautstärke und Nachhallzeit selbst.

Wände haben häufig die Eigenschaft schallhart zu sein, daher reflektiert der Schall und schaukelt sich je nach Raumgeometrie auf. Daher kann je nach Bedarf eine schallabsorbierende Wandverkleidung Abhilfe schaffen.

Fenster reflektieren auf Grund der großen freien Fläche stark den Schall, vergleichbar mit Wandflächen. Hier helfen schallabsorbierende Lamellenstores, sie nehmen dem Schall etwas Energie ab. Die Wirkung lässt sie sich jedoch nicht mit Maßnahmen an der Wand oder Decke vergleichen.

Häufig wird Teppichboden zur Schallabsorption verwendet. Jedoch hilft er lediglich den Trittschall im Vergleich zum Holzboden zu dämpfen und lässt dadurch die Raumakustik subjektiv angenehmer wirken.

Maßnahmen die Erfolge versprechen

Jeder einzelne Ihrer Räume soll eine gute Raumakustik mit minimaler Lärmbelästigung haben. Das ist das Ziel der einzelnen Maßnahmen, die wir in Ihrem Auftrag planen. Setzen Sie die Maßnahmen konsequent um, haben Sie als Arbeitgeber die Gewissheit, dass Sie Ihren Beschäftigten gerecht werden und Ihren Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen bieten. Unten in den Messungen lässt sich der Unterschied mit und ohne Raumakustik sehr deutlich sehen.

Unsere "Erste-Hilfe" Checkliste für Sie

In der Checkliste, die wir Ihnen zum Download anbieten, finden Sie Hinweise, welche Störquellen Sie als „Erste Hilfe“-Maßnahmen bereits ohne unsere Unterstützung ausschalten können.

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